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M E X I K O

08.06.2013, 14:00   ---  ¿Habla Español?

Relativ unvorbereitet und ohne jegliche Spanisch-Kenntnisse (abgesehen von “una cerveza por favor“) stolperte ich nach Mexico City. Mit ganz viel Zeichensprache, fragenden Blicken und etwas Glück schaffte ich es zu meinem Hostel und dort wurde erst einmal bei einem kalten Corona (da half mir immerhin mein einziger spanischer Satz ;-) ) auf das Wiedersehen mit meinem Fidschi-Kumpel Helge angestoßen. Mexiko City hat ja so seinen Ruf nicht gerade ungefährlich zu sein, aber ich muss sagen ich hab mich dort kein Stück unwohl gefühlt. Die Stadt hat mir richtig gut gefallen, besonders das Kopfstein gepflasterte Centro Historico mit seinen unwahrscheinlich lebhaften Straßen und alten VW-Käfern an allen Ecken, selbst als Taxis!

Nach 2 Tagen zur Eingewöhnung machte ich mich auf die Socken Richtung Yucatan und nahm den Nachtbus nach Palenque. Busse sind ja hier sowas von teuer!!! Vor allem im Vergleich zu sonstigen Preisen… aber nützt ja nix. Dafür sind aber auch überraschend komfortabel, gut organisiert und pünktlich. Palenque ist bekannt für die Ruinen einer alten Maya Stadt, die waren echt cool und lagen mitten im Dschungel. Die ersten Gebäude direkt am Eingang waren teils echt gut restauriert und ziemlich gut besucht. Weiter nach hinten raus waren sie immer verfallener und tiefer im Dschungel gelegen. Ich kam an einem wunderschönen Wasserfall vorbei und darüber hinaus schien sich keine Menschenseele zu verirren. Ich war ganz allein, die alten Ruinen waren mit Moos bewachsen und teilweise ragten sogar Baumwurzeln über die alten Mauern hinweg, eine ganz andere Atmosphäre als am Anfang. Und dazu kam noch das unglaublich laute Gebrüll von ein paar Brüllaffen, die unweit von mir hoch oben im Baum gesessen haben müssen, sehen ließen sie sich leider nicht. Aber stattdessen erspähte ich für einen kurzen Moment einen wunderschönen Ara. :-)

Weiter ging es in Yucatans Hauptstadt Mérida. Dort wollte ich eigentlich nur in den nächsten Bus springen, war aber dann so geschafft, dass ich mich entschied doch eine Nacht zu bleiben und hab mich pudelwohl gefühlt, eine wunderschöne alte Kolonialstadt! Und die Mexikaner sind auch so ein richtig nettes, offenes und gesprächiges Völkchen… Da wäre es dann erst recht toll Spanisch zu können um einfach auch mal miteinander ins Gespräch zu kommen. Ich kann mich zum Beispiel an einen Sitznachbarn im Bus erinnern, mit dem ich dann ganz mühselig via Google Übersetzter eine Unterhaltung führte, die moderne Welt… ;-) Aber ich lerne jeden Tag ein bisschen dazu. Anfangs graute es mir noch vor meiner ersten Busfahrt (das kann man sich gar nicht vorstellen, aber hier spricht tatsächlich kaum jemand auch nur ein winziges bisschen Englisch, krasser als in Spanien!), aber wenn man dann nach einem mühsamen Ticketkauf im richtigen Bus sitzt fühlt man sich richtig gut und dann wird es jedes Mal ein bisschen einfacher und macht jetzt sogar Spaß. :-)

Letzte Nacht habe ich in einer winzig kleinen Stadt namens Pisté verbracht, weit und breit kein anderer Ausländer, ebenso wieder eine super Gelegenheit mal wieder zwei, drei neue Begriffe in Spanisch zu lernen und einfach super nett und authentisch. Von dort ging es heute Morgen nach Chichen Itza, dem Aushängeschild Yucatans. Das ist eine weitere Ansammlung von Maya Ruinen, darunter die Weltberühmte Pyramide „El Castillo“ (eins der „neuen Weltwunder“). Die ist tatsächlich irre beeindruckend, und zwar nicht von der Optik oder Größe her, sondern die gesamte Ausrichtung. Das Bauwerk ist quasi ein Maya-Kalender aus Stein und 2 Mal im Jahr zu bestimmten, immer identische Daten erscheint auf den Stufen eine einzigartige optische Illusion durch die Sonne. Hier pilgern natürlich entsprechende Menschenmassen hin, insbesondere jetzt gegen Mittag, als ich fertig war, wimmelte es nur so von riesigen Tourgruppen. Die restlichen Ruinen waren auch ganz cool, können aber nicht mit der Atmosphäre in Palenque mithalten. Am coolsten waren aber noch die Iguanas, hübsche mittelgroße Echsen, von denen es hier nur so wimmelt.

So, nun reicht es aber auch mit Städten und Ruinen, ich brauche Strand und Meer! Es ist super heiß hier und vor allem unglaublich schwül. Bei der Luftfeuchtigkeit fallen mir blöderweise ständig die Pflaster vom Bein und die Wunde sauber und trocken zu halten ist quasi unmöglich… dann will ich mich wenigstens mal gelegentlich im Meer erfrischen können und noch für ein paar Tage an einer soliden Bräune arbeiten – also ab an die Karibikküste!!! :-)

   

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