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T A N S A N I A  

17.04.2011, 15:30   ---   Endstation Paradies

Die 26 Stunden im Zug gingen erstaunlich fix um und waren definitiv eine gute Alternative zu der 14-stündigen Busfahrt. Wir haben ein komplettes Abteil gebucht, viel geschlafen und durchs Fenster das Leben in den kleinen tansanischen Dörfern beobachtet. Als Bonbon kurz vor Sonnenuntergang ging es noch für ein paar Stunden mitten durchs Selous Game Reserve, vorbei an etlichen Giraffen, Warzenschweinen, Antilopen, Gnus und einem Elefanten – Game Drive mal etwas anders.

In Dar angekommen ist Steph direkt zu ihrem neuen Job aufgebrochen und Bart und ich sind am nächsten Tag mit der Fähre nach Sansibar gefahren - meine letzte Station in Afrika und das reinste Paradies! Die ersten Tage haben wir zusammen mit Tony (haben wir bei unserer Ankunft in Sansibar kennengelernt) in Stone Town verbracht, eine super schöne kleine Stadt mit winzigen Gassen, vielen Moscheen, arabischem Flair und unglaublich gutem Essen auf dem Nightmarket.
Mit gemieteten Motorrädern haben wir einen Tag lang die Insel erkundet und ganz nebenbei so ziemlich jeden Polizisten Sansibars persönlich kennengelernt… Mzungus (Weiße) sind reich und haben hoffentlich unvollständige Papiere – Grund genug um an jedem der unzähligen Polizei Checkpoints angehalten und überprüft zu werden!
Seit ein paar Tagen sind wir nun in Kendwa im Norden der Insel, wohnen in nem übelst prolligen Apartment mit riesigem Balkon und Meerblick und es wimmelt hier nur so von Leuten die ich schon Malawi und Mosambik getroffen habe. Bei einer kleinen Erkundungstour auf dem Bike sind Tony und ich blöderweise im rutschigen Schlamm weggerutscht, haben uns die Knochen geprellt und ein wenig Haut gelassen… aber alles halb so wild und mit ein paar Modifizierungen der Tauchausrüstung konnte ich am nächsten Tag mal wieder die Unterwasserwelt genießen! :-) Ich hatte Glück und das Dive Centre hatte für gestern einen Trip zum Mnemba Atoll geplant. Die Riffe um die kleine Insel sollen die Besten in Sansibar sein, das Wasser ist glasklar und kitschig türkis, unterwegs stießen wir auf eine Gruppe Delfine, sind kurz zum Schnorcheln ins Wasser gesprungen und das Tauchen war einfach irre! Traumhaft schöne Riffe, riesige Fischschwärme zogen an uns vorbei und eine große Schildkröte chillte auf dem Boden – ich würd mal sagen das geht in die Top 5 meiner besten Tauchgänge! :-)
Heute werden wir noch den Rest des Tages am Strand verbringen und in der Sonne brutzeln, morgen geht’s zurück nach Stone Town und am Dienstag morgen startet mein kleiner Flug-Marathon: Sansibar – Dar es Salaam – Doha – Dubai! :-)


19.04.2011, 21:15   ---   Bye Bye Afrika

Nun ist es endlich so weit, ich bin auf dem Weg nach Dubai! Mein letzter Flug hat gerade abgehoben und es ist eine gewaltige Umstellung nach all den afrikanischen öffentlichen Verkehrsmitteln mal wieder in einem Flugzeug zu sitzen. Ein komfortabler Sitz ganz für mich allein (anstatt gequetscht und gestapelt mit vielen anderen), kein Chaos, keine stinkenden getrockneten Fische, kein Shopping durchs Fenster (was eigentlich immer ganz praktisch war), keine lebendigen Hühner unterm Sitz…
Nach über 5 Monaten in Afrika ist es an der Zeit für etwas Neues und ich kann es kaum erwarten! Afrika war super, traumhafte Landschaft, spannende Tierwelt, ich habe tolle Menschen kennengelernt und eine grandiose Zeit gehabt! Aber es hat auch negative Seiten, Dinge, auf die man nach einer gewissen Zeit einfach keine Lust mehr hat. Afrikanische Busse, bettelnde Menschen, Dreck, Chaos… und alles was man macht dauert einfach immer ewig. Davon hab ich fürs erste genug! Und das schlimmste von allem ist die Kriminalität und der damit verbundene Freiheitsmangel sobald es dunkel ist, denn dann ist es in den meisten Gegenden einfach nicht mehr möglich (oder sogar gefährlich) allein aus dem Haus zu gehen und das schränkt einen furchtbar ein. Und nach all den erschreckenden Erlebnissen, die andere Leute mit der afrikanischen Kriminalität hatten, bin ich unglaublich dankbar, dass ich die letzten Monate so problemlos allein da durchgekommen bin!
Viele Leute haben mich gefragt wo es mir in Afrika am besten gefallen hat… das lässt sich so einfach gar nicht sagen! Die Vielfältigkeit Namibias, die unglaublich freundlichen Menschen in Simbabwe, Traumstrände und tolle Freunde in Mosambik… Jedes Land hatte irgendwo etwas Tolles und Einzigartiges und ich hatte eine wunderbare Zeit auf diesem Kontinent!

   

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