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M A L A W I

02.04.2011, 21:00   ---   Medizinische Versorgung in Malawi

Nach einer kurzen Verschnaufpause in Blantyre zum Wäsche waschen und Weiterreise planen ging es nach Cape McClear am Lake Malawi. Und die Verkehrmittel werden immer unbequemer… Der Bus bis nach Monkey Bay war noch recht okay. Die holprige Reststrecke nach Cape McClear dagegen habe ich zusammen mit 3 netten Engländerinnen in einer Matola – nichts weiter als ein Pick-Up Truck – zurückgelegt.
Aber es hat sich gelohnt! Der See ist wunderschön, das Wasser kristallklar und unser Camp lag inmitten eines kleinen einheimischen Dorfes. Kein Geldautomat, kein Supermarkt und regelmäßige Stromausfälle, dafür aber jede Menge unglaublich nette Menschen – ein Ort zum relaxen!
Doch schon am nächsten Tag war es vorbei mit der Idylle und ich habe 4 Tage lang flachgelegen. Erkältungs- und Grippesymptome, Übelkeit, Kreislaufprobleme, abends kam anscheinend Fieber dazu, habe abwechselnd gefroren und geschwitzt… kurz gesagt: es ging mir beschissen! Am zweiten Tag hat mein Hostel mich mit Verdacht auf Malaria ins nächste Dorf zum Krankenhaus gefahren und ich weiß nicht wovor ich mehr Schiss hatte: Malaria oder das afrikanische Krankenhaus. Das öffentliche Krankenhaus blieb mir zum Glück erspart und stattdessen ging es zu einer kleinen Privatklinik – sehr einfach, aber auf den ersten Blick sauber. Der Malaria-Test ist zu meiner Erleichterung negativ ausgefallen, aber dann waren sie mit ihrem Latein auch schon am Ende. Eine weitere Diagnose war nicht möglich! Ich konnte also nichts weiter tun als Schmerzmittel zu nehmen und auf Besserung zu hoffen…
An meinem letzten Tag in Cape McClear bin ich zusammen mit ein paar anderen noch auf eine der Inseln rüber gefahren, aber zu viel mehr fühlte ich mich nicht in der Lage und an Tauchen war schon mal gar nicht zu denken.

Lilongwe, die Hauptstadt Malawis, hat mich durchaus sehr positiv überrascht. Es gibt zwar auch hier das typisch afrikanische Stadtbild mit staubigen Straßen, klapprigen Markthütten und wirrem Menschengewusel, aber im Kontrast dazu auch eine relativ westliche und moderne Innenstadt. Das hätte ich hier wohl am wenigsten erwartet!
Mittlerweile geht es mir wieder soweit gut, aber ich fühle mich immer noch ziemlich müde und schlapp und vor allem fehlt mir momentan die Reisemotivation. Der Abschied von Vilanculos, das geklaute Handy, krank sein… das war wohl einfach alles ein bisschen viel auf einmal! Eigentlich ärgerlich, wo ich mich so auf Malawi gefreut hatte, aber ich kann mich einfach nicht aufraffen mich in die Minibusse zu stürzen und das Land zu erkunden. Deshalb werde ich morgen nach Nkhata Bay am Lake Malawi fahren, um mich dort noch mal für ein paar Tage zu erholen und dann geht es direkt nach Dar es Salaam in Tansania, wo ich mir auf Sansibar die Zeit bis zu meinem Abflug vertreiben werde. Nur noch 16 Tage Afrika und dann eine Woche mit bekannten Gesichtern von zu Hause in Dubai!! :-)

10.04.2011, 9:45   ---   Letzte Reiseetappe in Afrika

Nach einer knappen Woche in Nkhata Bay fühle ich mich mittlerweile wieder gut erholt und fit. Ich hatte in meinem Hostel eine kleine Hütte direkt am See mit See-Blick-Fenster auf Betthöhe und super Leute um mich. So ging die Zeit ruck zuck um und bis auf einen Tauchgang habe ich nicht viel mehr gemacht als mich erholt. Das tauchen war… anders! Es war eine interessante Erfahrung zur Abwechslung mal in Süßwasser zu tauchen, man braucht weniger Gewichte und die Unterwasserwelt ist komplett anders. Anstatt Korallengärten gibt es nur Felsen und auch die Fischwelt ist lange nicht so vielfältig und farbenprächtig wie im Salzwasser. Aber es gab nen paar gute swimthroughs zwischen den Felsen und das witzigste waren die mouth-breeder Fische! Das sind Fische, die ihre Eier im Maul brüten und danach aktiv vor potentiellen Feinden beschützen. Man sieht also eine große Wolke winziger Fische dicht über einem Felsen und einen größeren Fisch, der nonstop um diesen Felsen kreist und jeden Fisch vertreibt, der zu nahe heran kommt. Und wenn akute Gefahr droht lässt er alle seine Fisch-Babys in sein Maul schwimmen (sieht aus als ob er sie frisst) und spuckt sie wieder aus, wenn die Gefahr vorüber ist – super lustig!
Nun ist meine Zeit in Malawi bereits um und obwohl ich mich nicht einen einzigen Tag wirklich gut gefühlt habe hat es mir hier trotzdem gefallen. Der See ist grandios, die Landschaften, die ich im Bus durchquert habe sind wunderschön und die Menschen enorm freundlich und aufgeschlossen – Malawi ist definitiv noch mal eine Reise wert!

Am Freitag Morgen ging es zusammen mit Steph, die ich in Lilongwe kennengelernt habe, auf den 2-tägigen Trip nach Dar es Salaam – meine letzte Reise in afrikanischen öffentlichen Verkehrsmitteln!!! 14 Stunden, eine Reifenpanne, ein paar frisch gelernte Brocken Suaheli und etliche Busse, Minibusse und Taxis später kamen wir endlich zusammen mit Bart (er ist einen Tag vor uns aus Nkhata Bay abgereist und wir haben uns auf dem Weg zur Grenze witzigerweise immer mal wieder getroffen und gegenseitig in unseren Bussen überholt) in Mbeya in Tansania an. Dieser Tag war der reinste Horror-Trip und ich war froh zumindest nette Gesellschaft zu haben! Kurzerhand haben wir uns entschlossen auf den Bus am frühen Morgen zu verzichten und stattdessen nachmittags den Zug zu nehmen. Mit einer 5-stündigen Verspätung ging es auch schon los auf die 24-stündige Fahrt, die Nacht haben wir bereits gut überstanden und heute Abend kommen wir vermutlich in Dar an… noch 9 Tage bis Dubai!! :-)

   

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