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M O S A M B I K

02.03.2011, 13:30   ---   Verrückte Fahrt ins Paradies

Um es kurz zu machen: Ich habe es nach Mosambik geschafft! :-) An der Grenze wurde ich von 4 verrückt witzigen Simbabwischen Typen aufgegabelt, sie haben geduldig eine ganze Stunde mit mir auf mein Visum gewartet, mein Portugiesisch-Vokabular um locker 300% erweitert und mit jeder Menge Bier ging es direkt ab an die Küste nach Beira. Die Jungs kannten dort den Besitzer einer Lodge, wo wir in einem kleinen Cottage am Meer untergebracht wurden und am nächsten Tag haben sie mich auf dem Heimweg nach Zim noch mal ein Stück mit zurück genommen.
Von dort aus ging es für mich in öffentlichen Verkehrsmitteln weiter und es ist eine ziemliche Umstellung im Vergleich zu Simbabwe. Minibusse heißen hier Chapas, die Straßen haben die größten Schlaglöcher die ich je gesehen habe (und jede Menge davon) und die Menschen hier sind bei weitem nicht so freundlich wie ich es gerade gewohnt war. Insbesondere die Chapa-Fahrer versuchen Ausländer mit horrend übertriebenen Fahrpreisen abzuzocken und in den ohnehin teuren Bussen muss man den vollen Fahrpreis zahlen, auch wenn man nur die halbe Strecke mitfährt. Hinzu kommt, dass die meisten Strecken nur einmal täglich gefahren werden, dafür aber ohne übertriebene Verspätungen. Busse und Chapas machen zwar einen intakteren Eindruck, sind aber gnadenlos überfüllt und daher recht unbequem. Und ich habe mir noch nie den Bus mit so vielen lebendigen Hühnern geteilt! Offensichtlich haben hier nur die wenigsten Menschen die Möglichkeit Fleisch gekühlt oder gefroren aufzubewahren und so wird das Abendessen eben lebendig gekauft und transportiert und dann frisch geschlachtet. Aus dem gleichen Grund scheint es auch so gut wie nur Geflügel-Fleisch zu geben, denn eine ganze Kuh zum Beispiel ist in der Regel nicht mit einer Mahlzeit aufgegessen – selbst in den afrikanischen Großfamilien nicht. ;-)

Momentan bin ich in Praia do Tofo, wohne direkt an einem riesigen traumhaften Sandstrand und lasse mir die Sonne auf den Bauch scheinen. :-) Ein paar Tage werde ich hier wohl noch verweilen, endlich wieder tauchen gehen und mich dann langsam auf den Weg Richtung Malawi machen.


11.03.2011, 10:30   ---   Nur kein Stress

Nunja, mittlerweile bin ich schon wesentlich länger in Mosambik als ich vorhatte, aber man soll sich im Urlaub ja bekanntlich nicht stressen. ;-)
Tofo war einfach traumhaft schön und super relaxt, nur das Tauchen war leider eher enttäuschend… starke Strömung und miese Sicht unter Wasser machen nicht so wahnsinnig Spaß und Manta Rochen und Walhaie sind momentan leider auch eher rar. Mein erster Tauchgang war noch ganz gut, haben einen Manta, einen Leopardenhai und riesige Moränen gesehen und wurden unterwegs von einer Gruppe Delphine eskortiert. Der zweite Tauchgang war dagegen eine Katastrophe. Bei enormer Strömung und Sicht unter 7m konnten wir nur schwer überhaupt die Gruppe zusammenhalten und hatten eher weniger Spaß. Aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei und so habe ich noch einen Versuch am Manta Reef gestartet. Die Mantas haben uns mal wieder versetzt, die Sicht war mittelprächtig und ich musste mir eingestehen, dass ich wohl einfach zur falschen Zeit hier bin. Aber das Highlight wartete auf dem Rückweg zum Festland: Ein riesiger Walhai schwamm an der Oberfläche, geschätzte 7m lang!! Als wir endlich mit Flossen, Schnorchel und Taucherbrille im Wasser waren sahen wir leider nur noch einen riesigen dunklen Schatten in der Tiefe verschwinden, aber trotzdem echt cool! :-)

Nach einer Woche habe ich es dann auch endlich mal geschafft, Tofo zu verlassen und bin weiter gefahren nach Vilanculos. Galya, die ich in Tofo kennengelernt habe, ist auch noch spontan mitgekommen und wir fühlen uns hier pudelwohl! Wir wohnen in einem schönen Hostel, mal wieder direkt am Strand (der kann allerdings mit dem in Tofo lange nicht mithalten) und haben jede Menge super Leute kennengelernt. Einer von denen ist witzigerweise ein guter Kumpel von einem der vier Typen aus Simbabwe, die mich mit nach Mosambik genommen haben, die Welt ist klein! :-D
Direkt am ersten Tag sind wir zusammen mit zwei Norwegern zu den Inseln des Bazaruto Archipels raus gefahren – Paradies!!! Wir haben an verschiedenen Inseln gestoppt, in der Sonne gechillt, im glasklaren Wasser geplanscht, am Riff geschnorchelt, große Sanddünen bestiegen… und hatten einfach einen grandiosen Tag!! Wir haben vom Strand aus sogar einen Dugong gesehen. Ich weiß nicht genau wie die auf Deutsch heißen… Sehkuh oder Seeelefant oder so was, voll cool auf jeden Fall. Haben noch versucht ein bisschen mit ihm zu schnorcheln, aber konnten ihn im Wasser leider nicht mehr finden.
Den Rest der Zeit haben wir hier nicht mehr viel gemacht… In der Sonne brutzeln, auf dem Markt für Obst und Gemüse feilschen, das bunte Treiben am Strand beobachten wenn die Fischer mit ihrem Fang zurückkommen und das ein oder andere Bierchen am Abend zischen.
Für gestern und heute gab es schwere Sturmwarnungen und ich hatte schon ernsthaft überlegt rechtzeitig weiterzureisen… naja, bisher gab es die ein oder andere Windböe und gelegentliche Regenschauer, also alles halb so wild! Momentan ist dennoch große Aufbruchstimmung und es scheint von den Backpackern unserer Truppe hier bin ich die einzige, die noch nicht weiterzieht… Aber spätestens in ein paar Tagen wird es auch für mich Zeit abzureisen und hoffe bis dahin noch auf ein bisschen Sonne. :-)


25.03.2011, 13:15   ---   Es ist schwer zu gehen

So, 2 Wochen später hab ich es endlich geschafft Vilanculos zu verlassen. Das war gar nicht mal so einfach! Nachdem Galya & Co. abgereist waren wollte ich eigentlich auch recht bald weiter, aber es gab immer wieder irgendeinen neuen Grund doch noch einen Tag länger zu bleiben und daran war nicht zuletzt eine Truppe toller Menschen Schuld, die dort in Vilanculos leben. So blieb ich erst noch bis zum Wochenende fürs Beach Braai in Dale’s Casbah, eine super schöne Bar direkt am Strand. Daraufhin hab ich mich von Anne-Kathe überzeugen lassen doch noch tauchen zu gehen. Es ging also noch mal für einen Tag auf die Inseln des Bazaruto Archipels und ans wunderschöne Riff mit kunterbunten Fischen, Moränen und Schildkröten. Ansonsten habe ich die meiste Zeit wahlweise in der Hängematte oder am Pool gechillt, jede Menge frisches Seafood gegessen und abends mal mehr mal weniger gefeiert. Dann war die Woche schon wieder halb um und so konnte ich auch grad noch zur Full-Moon-Party in der Casbah am Wochenende bleiben… ;-)
Der Entschluss zur Abreise war endlich gefasst und so wollte ich direkt nach der Party mit dem 4-Uhr Bus am Sonntag Morgen los. Samstag wurde also gepackt, nach einem gemütlichen Frühstück ging es mit Anne-Kathe zum Party-Outfit-Shopping auf den Markt und zu guter Letzt zum Bus, um mein Ticket zu kaufen. Guter Plan soweit, doch der Busfahrer machte mir einen Strich durch die Rechnung: Nicht genug Passagiere und somit fährt er am Sonntag nicht! Meine letzte Hoffnung war eine größere Busgesellschaft, aber deren Büro war schon geschlossen und so musste ich wohl oder übel noch mal einen Tag dran hängen… Nach einer langen Nacht in der Casbah sollte es früh am Sonntag morgen mit der ganzen Truppe rüber auf eine der Inseln gehen, aber nach nur 2 Stunden Schlaf haben Anne-Kathe und ich lieber erstmal darauf verzichtet. Zum Glück waren wir wohl nicht die Einzigen und so haben uns Chris, Amad und Steph gegen Mittag mit dem Speedboat abgeholt und passend zum Braai kamen wir auf Magaruque an. Den Rest des Tages haben wir mit kalten Getränken im Meer verbracht und abends ging es zurück ans Festland. Da war es dann auch schon wieder zu spät um noch ein Busticket zu bekommen… aber auf einen Tag mehr oder weniger kommt es ja nicht mehr an! ;-)
Am Montag habe ich endlich mein Busticket für den nächsten Morgen gekauft und die Abreise stand endlich fest! Nunja… in Afrika ist alles ein wenig anders und als wir abends gemütlich bei ein paar letzten Drinks zusammen saßen kam eine SMS vom Busfahrer mit der Info, dass der Bus am Morgen aufgrund zu weniger Passagiere leider nicht fährt! Aaaaaarg… So langsam kam es mir vor wie ein schlechter Scherz. Aber gut, am Dienstag Morgen ging es dann tatsächlich los, mir standen 2 Tage in Bussen, Chapas und Taxi bevor, in Chimoio wurde mir das Handy geklaut und seit gestern bin ich in Malawi – und schon wieder urlaubsreif! ;-)

   

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