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G R I E C H E N L A N D  

15.10.2010, 17:30   ---   Regentage

Ich habe selbst kaum daran geglaubt, aber ich hab es abends tatsächlich rechtzeitig zur Fähre geschafft und im Bus zum Hafen traf ich sogar zufällig noch Nathan, den ich schon aus Positano kannte. Somit war die Fahrt nach Griechenland nicht ganz so langweilig.

Corfu hat sich aber leider nicht von der schönsten Seite gezeigt… Der Himmel war voller Wolken und es hat ständig geregnet. :-( 2 Tage lang nichts als Wolken und Regen, sogar Gewitter. Das sah aber überall in Griechenland ähnlich aus und somit beschloss ich hier zu verweilen, bis die Sonne endlich wieder heraus kommt. Das Hostel ist ganz schön, direkt am Strand, Terrasse mit Meerblick, nette Leute, niedliche Katzenbabys… und das beste Hostelessen das ich jemals hatte! So kann man es aushalten. ;-)
Die letzten beiden Tage bestanden also aus lesen, fernsehen, Karten spielen und auf schöneres Wetter warten. Das kam dann gestern abend auch endlich! Hinter einer dicken Regenwolke konnte man einen wunderschönen Sonnenuntergang erahnen und heute Morgen erwartete uns ein fast blauer Himmel. Wir sind dann ein wenig nach Kerkyra gefahren, die „Hauptstadt“ Corfu’s, und sind dort ein wenig spazieren gegangen. Dort war es, abgesehen von ein paar Regenschauern, sehr schön!
Nun sitze ich auf der Terrasse, warte aufs Abendessen und hoffe auf einen schönen Sonnenuntergang. Aber über dem Meer braut sich anscheinend schon wieder ein Gewitter zusammen…


20.10.2010, 17:15   ---   Die Sonne ist zurück

Nach einem wunderbar sonnigen letzen Tag auf Corfu (endlich konnte ich mal den Strand direkt neben meinem Hostel nutzen!) habe ich den gesamten Sonntag im Bus verbracht! Nach knapp 10 Stunden kamen wir in Athen an und zum ersten Mal seit Reisebeginn habe ich Deutsche im Hostel getroffen!!

Athen ist voll von Polizisten und streunenden Hunden, aber trotzdem supercool! Sehr modern, aber an allen Ecken stehen alte griechische Ruinen, kleine Kirchen mitten in der Shopping Mall, die Acropolis hoch über der Stadt kann man von fast überall sehen und ich ernähre mich fast nur noch von Gyros! ;-)
Sehr witzig war der Wachwechsel am Parlament. Sie sehen recht lustig aus, bewachen das Grab eines unbekannten Soldaten und werden stündlich gewechselt.
Ein Besuch auf der Acropolis durfte natürlich nicht fehlen! Sind leider im Moment einige Bauarbeiten am Start da oben, aber es war trotzdem schön und imposant und man hatte eine wunderschöne Aussicht über Athen!
Und dann gibt es da noch das Ancient Agora (die Ruinen des ältesten Stadtteils Athens), den Tempel von Zeus (der wichtigste Gott der griechischen Mythologie) und und und… Ich hab jetzt erstmal genug von Ruinen, als nächstes brauch ich Strand! :-)

Heute Abend werd ich mir mit einigen Leuten aus dem Hostel noch den ein oder anderen Drink gönnen und morgen früh fahr ich dann mit der Fähre auf die Insel Paros.


23.10.2010, 20:00   ---   Langeweile auf Paros

So, nach ein paar schönen Tagen in Athen mit netten Leuten bin ich dann auf Paros gestrandet. Meine Pension die ich gebucht hatte sagte mir am Telefon, dass sie bereits über den Winter geschlossen haben und so stand ich da. Aber um diese Jahreszeit ist es überhaupt kein Problem noch irgendwo ein Zimmer zu bekommen und so landete ich in einem netten kleinen Hotel mit meinem eigenen Bad, Balkon mit Meerblick und King-Size-Bett! Das war schon mal nicht schlecht. ;-)
Der kleine Fischerort war ganz nett mit den typischen weißen Häusern mit blauen Dächern und Fensterrahmen, aber auch zum gähnen langweilig!! Im Sommer ist da sicher eine Menge los, aber zur Zeit haben bereits fast alle Restaurants, Cafes, Shops usw. geschlossen und es ist nix los, ich war sogar der einzige Gast im ganzen Hotel! Einmal bin ich die Küste rauf zu einem Strand gegangen, hab im einzigen offenen Restaurant des Ortes Gyros gegessen und hatte ansonsten jede Menge Zeit zum lesen und um mal mein Gepäck aufzuräumen. Ich hatte schon spannendere Tage auf dieser Reise! ;-)

Letzte Nacht hat es dann so furchtbar gestürmt, dass ich schon der festen Überzeugung war, die Fähre morgens könne aufgrund des Wetters ohnehin nicht fahren und ich hänge noch länger in dieser Einöde fest! Aber ich hatte Glück und nun bin ich auf Santorini! :-)
Die Insel ist vulkanischen Ursprungs und besteht quasi aus dem Kraterrand, der aus dem Wasser ragt. Von der Fähre aus hatte man schon eine wunderschöne Aussicht auf die inneren Steilklippen, die Caldera. Habe hier wieder ein Zimmer in einer superschönen Pension (totaler Luxus für einen Backpacker!) und war vorhin schon mal kurz in Fira, der Hauptstadt der Insel. Hier ist auf jeden Fall noch viel mehr los als auf Paros, alle Restaurants und Shops haben noch geöffnet, einige Esel schleppen Waren und Gepäck die engen Gassen hinauf und man hat wunderschöne Aussichten auf die Caldera und die Bucht.
Nun sitze ich hier mit einer Flasche Wein auf meinem Balkon, beobachte die vorbeiziehenden Wolken und freue mich darauf in den nächsten Tagen ein wenig die Insel zu erkunden. :-)


26.10.2010, 17:45   ---   Santorini

Nun sitze ich gerade in meiner High-Speed-Fähre nach Kreta und hab den Eindruck ich hätte noch viel viel mehr Zeit auf Santorini verbringen können… Hinter mir liegen 3 Tage an einem Touristen-Hotspot, der im Sommer täglich von etichen Kreuzfahrtschiffen angesteuert und von Touristen regelrecht überlaufen wird. Aber zu dieser Jahreszeit ist es ganz anders, viel weniger Touristen ohne dabei so langweilig zu sein wie Paros. ;-)
Oia am nördlichsten Zipfel der Insel gilt als die schönste Ortschaft der Insel mit den besten Sonnenuntergängen und laut meines Reiseführers kann man von Fira aus dorthin laufen – es klang nach einem gemütlichen 8km-Spaziergang… Ich also in Flip Flops und Schultertasche ab nach Fira, ein bisschen in den Läden gestöbert, Eis gegessen (das kann mit Italien leider bei Weitem nicht mithalten) und gemächlich Richtung Norden geschlendert. Nach ein paar weiteren Ortschaften wurd der Weg ziemlich uneben, steinig, rutschig… bergauf und bergab – und ich in Flip Flops! ;-) Irgendwann traf ich einen netten Inder, der ein wenig mehr Ahnung von der ganzen Nummer hatte als ich. Laut seiner Karte seien es wohl ca. 15 km und wir waren gerade auf der Hälfte. Den Rest der Strecke haben wir gemeinsam bewältigt und letztendlich war es eine wirklich tolle Wanderung! Durch eine Landschaft aus rot-schwarzem Lawa-Gestein, entlang der Caldera mit wunderschönen Ausblicken auf die Bucht und beim nächsten Mal trage ich dann auch wieder feste Schuhe und einen richtigen Rucksack! ;-) In Oia haben wir uns dann eine Stärkung gegönnt und mit vielen anderen einen schönen Platz für den Sonnenuntergang gesucht.

Am nächsten Tag war ich ganz gemütlich am Pool und am schwarzen Strand von Kamari und habe einen seltsam schmeckenden Gyros Pita gegessen, woraufhin ich den Rest des Tages mit Übelkeit im Bett verbringen durfte. Aber so hatte ich endlich mal Zeit meine Reise ein Stück weit zu planen – am 2. November fliege ich von Kreta nach Kairo. Dort werde ich Rob treffen, den ich aus Athen kenne, und ein paar Tage später kommt vermutlich auch noch Nathan (der von der Fähre nach Griechenland) dorthin.


31.10.2010, 18:00   ---   Einfach mal einen Gang zurückschalten

So, mitlerweile bin ich seit fast einer Woche auf Kreta und habe kaum etwas zu berichten… Ich fange langsam an mir viel mehr Zeit zu nehmen, zu relaxen, mich nicht zu hetzen. Nachdem ich am Anfang noch von einem Ort zum nächsten gestürmt bin realisiere ich langsam, wie unendlich viel Zeit ich habe! Meine Armbanduhr ist schon lange tief im Rucksack vergraben, Nachrichten bekommt man eher durch Zufall mit und ansonsten lebt man so in den Tag hinein. Selbst Regen und Sturm wie wir es hier auf Kreta tagelang hatten machen einem dann kaum noch etwas aus.

Ich wohne hier in Rethymnon, einer kleinen Hafenstadt im Norden der Insel. So ganz viel hab ich zwischen all den Regenschauern nicht sehen können, aber es gibt ganz schöne Ecken hier. Nun war ich gerade für 2 Tage in Plakias, einem kleinen Dorf im Süden der Insel. Dort hatte ich wunderschönes Wetter und sobald der Wind aufhörte war es sogar richtig warm. Die Gegend dort ist auf jeden Fall wunderschön!! Bin ein wenig durch die Gegend gewandert durch Olivenwälder zu traumhaften kleinen Stränden und großen Buchten. Abends waren wir mit den Leuten aus dem Hostel und einigen anderen, die einfach ihre Zeit dort verbringen (Langzeit-Urlauber, Aussteiger, Backpacker…) in einer kleinen Taverne und danach in einer kleinen Bar. Heute hat das Hostel dann offiziell zur Winterpause geschlossen und wir haben uns in einer kleinen Strand-Taverne noch mal traditionelle griechische Küche und viel zu viel Raki gegönnt bis ich dann zu meinem Bus musste.

Nun bin ich zurück in Rethymnon und am Dienstag geht es ab nach Kairo! :-) Es ist also an der Zeit sich von Griechenland zu verabschieden, von Gyros und Tzaziki, von Ouzo und Raki und von unglaublich freundlichen, entspannten Menschen, die selbst ihre Gesetze nicht immer ganz so eng zu sehen scheinen. ;-)

   

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