--- NEWS ---
--- ABOUT ME ---
--- ROUTE ---
--- DIARY ---
--- GALLERY ---
--- GUESTBOOK ---
--- CONTACT ---
E U R O P A 
A F R I K A
A S I E N
O Z E A N I E N
A M E R I K A 

   

I T A L I E N   

26.09.2010, 19:45   ---   Pizza, Pasta und ein schiefer Turm

Die weite Fahrt nach Pisa war doch sehr anstrengend und so bin ich am Freitag Abend direkt todmüde in mein Bett gefallen. Mittlerweile wird die Erkältung aber schon wieder besser! Am Samstag habe ich dann mit zwei schottischen Mädels aus meinem Hostel ein wenig die Stadt erkundet und das italienische Essen genossen. :-)
Ganz oben auf dem Plan stand natürlich der bekannte schiefe Turm von Pisa!! Und er ist auch nicht einfach nur irgendein Turm, sondern der Glockenturm der Kathedrale daneben und nicht etwa betrunkene Bauarbeiter sind schuld daran, dass er schief steht, sondern der weiche Boden Pisas. Aber nicht nur der Turm selbst, sondern der Campo dei Miracoli und die Stadt sind super schön! Es ist eine kleine überschaubare Stadt, die trotz etlicher Touristen immer noch gemütlich und relaxt wirkt.

Heute wurde vom Hostel eine gratis Stadtführung angeboten, die haben wir natürlich auch noch mitgenommen! ;-) War total interessant und man hat noch mal ganz andere schöne Ecken gesehen. Und neben dem Turm gibt es hier noch jede Menge anderer schiefer Gebäude, es ist also quasi eine schiefe Stadt! ;-) Naja, aber nirgends fällt es so sehr auf wie bei dem schiefen Turm. Heute ist allerdings schon mein letzter Tag hier und morgen geht es weiter nach Rom!


29.09.2010, 21:00   ---   Die ewige Stadt

WOW!! Rom ist so unglaublich schön, beeindrucken und voller Geschichte… das kann man gar nicht beschreiben.

Mein Hostel liegt ca. 5 Minuten zu Fuß vom Vatikan entfernt, somit war das das erste Ziel. Der Petersplatz ist soooooo riesig und es ist einfach unglaublich mittendrin zu stehen. Habe dann mit einem Mädel aus dem Hostel zuerst den Petersdom besucht. Der ist auch irre groß und total schön. Ich wünschte ich hätte nicht alles aus Dan Browns „Illuminati“ bereits wieder vergessen und wüsste noch was die ganzen Statuen und so im Einzelnen bedeuten… Im Keller des Doms kann man die Papstgräber besichtigen. Dort liegt auch Papst Johannes Paul II. begraben und wird streng von Wachleuten bewacht.
Danach waren wir noch im Vatikanischen Museum, um uns die Sixtinische Kapelle anzuschauen, der Ort an dem nach dem Tod eines Papstes die Kardinäle eingeschlossen werden um einen neuen Papst zu wählen. Aber auch das Vatikanische Museum ist soooooo riesig… wir haben über eine Stunde vom Eingang bis zur Sixtinischen Kapelle gebraucht und das ist nur ein Teil des ganzen Museums. Zusammen mit einer riesigen Menschenmasse wurden wir an rieseigen Gemälden, Unmengen an Statuen vorbei und durch die Gemächer früherer Päpste hindurch geschleust. Alles scheint aus Marmor zu sein und sämtliche Wände und Decken sind bis ins kleinste Detail aufwendig dekoriert.

Abends habe ich mit ein paar Leuten noch ein wenig Rom bei Nacht erkundet. Vorbei an der Piazza del Popolo (dort fanden früher die öffentlichen Hinrichtungen statt) zuerst zur Spanischen Treppe und danach noch zum Trevi Brunnen. Der war einfach atemberaubend schön und riesengroß!!

Heute stand das altertümliche Rom auf dem Plan. Als erstes natürlich das Kolosseum! Wahnsinn… Einfach beeindruckend wenn man vor so einem riesigen uralten Gebäude steht! 50.000 Menschen hatten dort früher Platz um sich die brutalen Kämpfe anzuschauen, in denen tausende von Gladiatoren und wilden Tieren abgeschlachtet wurden. Direkt nebenan liegt der Palatin Hügel. Dort kann man sich noch heute die letzten Überreste des ältesten Stadtteils Roms ansehen, wo die Herrscher und Adligen des Imperiums lebten. Von dort aus kommt man direkt zu den Ruinen des Forum Romanum, der Ort, an dem sich das gesamte öffentliche Leben der Römer abspielte. Das war alles wirklich beeindruckend! Zum Schluss bin ich noch zum Circus Maximus gegangen. Das war die größte Arena im alten Rom, wovon heute nur noch eine begrünte Fläche zu sehen ist.

Und nur noch am Rande: Der italienische Straßenverkehr ist einfach verrück!! Kein einziger Autofahrer beachtet Zebrastreifen! Solange man also am Straßenrand steht denkt niemand auch nur im Ansatz daran anzuhalten. Man muss einfach auf die Straße laufen und darauf vertrauen, dass die Autos anhalten… hat bisher auch immer wunderbar geklappt! ;-)


01.10.2010, 13:30   ---   Ciao Berlusconi, Ciao Roma

Ich sitze gerade im völlig überfüllten Zug nach Neapel und erhole mich von meinem Frühsport heute Morgen. ;-) Ich hatte es noch nicht geschafft die Kuppel des Petersdoms zu besteigen und hatte es eigentlich auch schon abgehakt. Doch heute Morgen packte mich ganz spontan noch Lust ein paar Treppen zu steigen und so hab ich mich entschieden einen Zug später nach Neapel zu fahren. :-)
551 Stufen!! Uff… da weiss man was man getan hat! Teilweise super enge, steile Wendeltreppen und enge, schräge Gänge offensichtlich am äußeren Rand der Kuppel entlang. Aber die Anstrengung hat sich gelohnt - die Aussicht über Rom war einfach gigantisch!!

Gestern haben wir nicht mehr viel gemacht. Sind nur ein bisschen gemütlich durch die Stadt gelaufen, haben uns das Pantheon angeschaut und Pasta gegessen. Irgendwo in einer Seitengasse standen dann plötzlich mehrere Carabinieri mir Maschinengewehren bewaffnet am Straßenrand und ein Stück weiter warteten etliche Menschen vor einem großen Gebäude, alles abgesperrt, Kamerateams, überall Carabinieri… Sie warteten alle auf Silvio Berlusconi! Wir hatten ja Zeit und stellten uns mit dazu, aber der hat ganz schön auf sich warten lassen… Irgendwann kam er dann endlich raus, winkte in die Menge und verschwand in einem dunklen Auto. Kurz darauf fuhr er aber noch mal aus dem Fenster winkend etwa einen Meter neben uns her.


03.10.2010, 23:30   ---   Neapel

Laut, chaotisch, enge Gassen, jede Menge verrückte Rollerfahrer und Müll wohin man schaut – das war mein erster Eindruck von Neapel! Aber ein tolles Hostel habe ich gefunden! Mitten im historischen Zentrum der Stadt und Giovanni, der Besitzer, ist einfach nur klasse!!
Mit zwei Mädels, die ich hier kennengelernt habe, hab ich dann abends ein wenig die Stadt erkundet. Es waren etliche Leute auf den Straßen, Straßenkünstler, Musiker… einfach eine super Atmosphäre! Die Stadt selbst hat auch wirklich schöne Ecken, Kirchen, eine alte Burg und eine wunderschöne Aussicht.

Aber besonders die Umgebung von Neapel hat einiges zu bieten. Heute waren wir beim Vesuv. Bis auf 1000 m Höhe fuhr noch ein Shuttle Bus, ab da sind haben die letzten fast 300 Höhenmeter zu Fuß zurückgelegt und sind dann oben noch ein ganzes Stück um den Krater herumgewandert. Der ist echt riesig!!! Und von da oben hat man eine wunderschöne Aussicht auf die Küste und Neapel.

Ganz in der Nähe des Vesuvs liegen die antiken Städte Pompeji und Herculaneum, die bei einem Ausbruch des Vulkans im Jahr 79 n. Chr. unter der Asche und brennenden Lava verschüttet wurden. Herculaneum ist zwar ziemlich klein, aber sehr gut erhalten, selbst alte Möbel, Türrahmen und Wandgemälde sind zum Teil noch zu sehen. Pompeji ist nicht ganz so gut erhalten, aber einfach riesengroß. Es ist ein seltsames Gefühl, durch die Straßen einer 2000 Jahre alten Stadt zu laufen, die Häuser rechts und links zu sehen, Tempel, römische Bäder, Märkte, Theater… und sogar die mumifizierten Körper der Verschütteten. Das gesamte Leben dieser Stadt wurde einfach innerhalb kürzester Zeit komplett ausgelöscht.

Wir sind heute so viel gelaufen… es tut alles weh! Es ist also dringend an der Zeit ins Bett zu gehen! :-)


05.10.2010, 17:00   ---   Faulenzen

Nach dem anstrengen Tag in Pompeji & Co. war gestern erstmal faulenzen angesagt! Eigentlich wollte ich mit der Fähre nach Capri fahren, aber das habe spontan aus dem Programm gestrichen und stattdessen erstmal ausgeschlafen. ;-) Außerdem hatte ich wohl doch ein wenig mein Knie überanstrengt (immer wieder das gleiche Elend…) und hatte ziemliche Schmerzen beim Laufen. Deshalb habe ich den Tag einfach im Hostel verbracht, gelesen, auf der Dachterrasse gechillt und bin lediglich zum Mittagessen in der Pizzeria um die Ecke aus dem Haus gegangen. :-)

Heute morgen hat Giovanni mir mit spontan noch eine Spritztour auf seinem Motorrad unternommen. Wir sind zu einer Aussichtsplattform am Stadtrand gefahren. Von dort hatte man die wohl schönste Aussicht über die Bucht von Neapel bis zum Vesuv, die man sich vorstellen kann!! Nur der Straßenverkehr war anfangs ziemlich beängstigend! Ganz egal wie eng die Gassen sind – die Italiener speeden durch die Gegend, überholen rechts und links und hupen öfter als dass sie bremsen! Aber nach den ersten Kilometern gewöhnt man sich daran und dann hat es nur noch Spaß gemacht. :-)

Nach der Tour hat Giovanni mich noch zum Bahnhof gefahren und jetzt bin ich in Sant' Agnello. Hab mir bisher nur kurz die Gegend und den benachbarten Ort Sorrento angeschaut, denn dass Wetter ist ziemlich bescheiden heute. Völlig bewölkt und ein wenig am regnen. :-( Aber morgen soll es wieder schön sonnig werden und dann hole ich den Ausflug nach Capri nach!


07.10.2010, 18:00   ---   Amalfi Küste

Capri war toll!! Ich habe eine Bootstour mitgemacht, die vom Hostel organisiert wurde. Wurden also morgens zur Marina gefahren, wo unser Boot schon auf uns wartete. Von dort ging es direkt auf Capri zu, wo wir 3 Stunden zur freien Verfügung hatten. Habe mit Eileen, einer Amerikanerin, gemeinsam die Insel erkundet. Zwar sehr touristisch, aber trotzdem wunderschön, tolle Ausblicke und schöne Landschaft! Wir haben uns einige Male völlig verlaufen in all den kleinen Gassen und zu guter Letzt hatte unser Bus zurück zur Marina noch Verspätung, sodass wir beinahe unser Boot verpasst hätten! Sind dann den ganzen Weg von der Bushaltestelle bis zum Boot gesprintet (kam uns vorher gar nicht sooo weit vor) und kamen völlig erschöpft am Boot an – das hatte netterweise auf uns gewartet! ;-)
Von da an war nur noch Entspannung angesagt. Sonnenbaden auf dem Sonnendeck, nette Leute, kaltes Bier, die Aussicht genießen und zwischendurch mal im klaren Wasser beim Schwimmen und Schnorcheln erfrischen. :-)
Nachdem wir die Insel komplett umrundet hatten ging es abends zurück zum Hostel.

Heute Morgen bin ich nach Positano weitergereist und hier ist es superschön! Die kleine Stadt liegt in einer Bucht direkt am Berg. Ich sitze hier gerade auf der Hostelterasse und genieße den Blick aufs Meer. :-) Hab aber auch schon wieder ein ordentliches Sportprogramm hinter mich gebracht heute! Da die Stadt am Berghang liegt und mein Hostel recht weit oben ist, musste ich gefühlte eine Millionen Treppenstufen hinunter steigen bis zum Strand. Und logischerweise auch wieder rauf… Sind laut dem Hostel ca. 800 Stufen und allein das ist wohl ein Grund hier nicht unendlich lange zu verweilen. ;-)


12.10.2010, 12:00   ---   Vom Weg der Götter ins Paradies

Es ist schon wieder ein paar Tage her, dass ich etwas geschrieben habe, aber ich war einfach zu sehr mit relaxen beschäftigt. ;-)
In Positano habe ich am nächsten Tag noch eine Wanderung gemacht – den Sentiero degli Dei (der Weg der Götter) von Positano nach Praiano. Die 12km-Strecke führte an den Bergen entlang, immer wieder bergauf und bergab mit wunderschönen Ausblicken über die Amalfi Küste. Nach 3 Stunden kamen wir erschöpft in Praiano an, haben uns einen überteuerten Drink am Meer gegönnt und sind zurück nach Positano gefahren. Dort haben wir mit allen anderen Hostelgästen noch einen gemütlichen Abend mit Pizza und Bier auf der Terrasse verbracht und am nächsten Morgen bin ich abgereist.

Nächstes Ziel war das kleine Paradies Praja a Mare. Das ist ein winziges Dorf in Kalabrien. Im Hostel habe ich dann auch direkt zwei Jungs getroffen, die ich schon aus Neapel kannte. Das Hostel selbst ist das Zuhause einer italienischen Familie. Die Tochter, die es eigentlich betreibt ist allerdings gerade im Urlaub und somit wohnten wir sieben Gäste zusammen mit „Mami“ und „Papi“. Beide sprechen allerdings so gut wie gar kein Englisch, was dann kombiniert mit unseren kaum vorhandenen Italienisch-Kenntnissen zu recht witzigen Unterhaltungen mit Händen und Füßen führte. :-D
Einen Morgen ist Papi mit uns in seinem Boot rausgefahren zu einer kleinen Insel, Grotten mit unglaublich leuchtend blauem Wasser, wunderschönen Buchten und Stränden, wir sind durch winzige dunkle Höhlen geschwommen… und zum Klippenspringen! Die erste hatte eine Höhe von 8 Metern, das hat nen heiden Spaß gemacht. Die zweite war mit 15 Metern schon recht beängstigend als man oben stand, aber der Adrenalin-Kick beim Sprung war einfach grandios!! :-) Und das Wasser ist so unglaublich glasklar!!! Selbst wenn man schon lange nicht mehr stehen kann ist immer noch deutlich der Meeresgrund sichtbar!
Ansonsten war nur relaxen angesagt. Am Strand liegen, schwimmen, Eis essen, Karten spielen, Sonnenuntergang am Strand anschauen… abends hat Papi für uns Pasta gekocht und danach haben wir uns die Zeit mit jeder Menge Wein, Trinkspielen und DVDs vertrieben. Nur gestern hat es leider fast den ganzen Tag geregnet, da war das Unterhaltungsprogramm dann ein wenig eingeschränkter…

Nun ist meine Zeit in Italien aber auch schon fast vorbei und ich habe vermutlich bereits genug Pasta und Pizza für den Rest des Jahres gegessen – jetzt geht es weiter nach Griechenland!  Ich sitze gerade im ersten Zug Richtung Bari, werde noch 3 mal umsteigen müssen (die Verbindungen hier im Süden sind echt grausam) und hoffe, dass ich es dann zur Nachtfähre nach Griechenland schaffe.

   

--- Disclaimer ---           --- Impressum ---